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Um nachhaltige
Strukturen aufzubauen, ist beabsichtigt, im Fördergebiet ein
"Sozialkaufhaus" zu installieren. Dazu werden die Räumlichkeiten eines
leerstehenden ehemaligen Lebensmittelladens genutzt, welcher zentral in der
Nähe eines neuen Industriegebietes liegt und somit eine gute Anlaufstelle
darstellt. Zur Realisierung des Sozialkaufhauses und zur Förderung kleiner
Träger werden verschiedene Mikroprojekte als Teilprojekte durchgeführt. Die
Gesamtkoordination hat der Internationale Bund, NRW. Er untervermietet die
einzelnen Teilbereiche an die Mikroprojektträger. Ein Teilprojekt des neuen
Sozialkaufhauses ist der "Möbelladen".
Im Rahmen dieses Mikroprojektes erfolgt eine Qualifizierung der
TeilnehmerInnen im Bereich Möbelaufbereitung/Holzbearbeitung/Einzelhandel
etc.
Es sollen gebrauchte Möbel unter fachlicher Anleitung beschafft,
aufgearbeitet und verkauft werden. Der Träger verfügt über geeignete
Fahrzeuge und Werkstätten, die kostenfrei genutzt werden können. Außerdem
kann durch den Umzugsservice des Trägers und die hohe Spendenbereitschaft
der Bevölkerung ein umfangreiches Möbellager vorgehalten werden, welches den
TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt wird.
Schwerpunktmäßig erfolgt die Aufarbeitung der Möbel in einer Außenstelle
außerhalb des Fördergebietes, der Verkauf jedoch im Fördergebiet. Von den
Teilnehmer/innen wird erwartet, dass sie unter Anleitung eines Meisters oder
zuständigen Fachanleiters an der Beschaffung der Möbel (Transporte,
Abholung) im gesamten Siegerland mitwirken.
Die Möbel werden mittels Zuarbeit der Schreinerei von den TN/innen
aufgearbeitet und in den Verkauf gestellt. Der Möbelladen wird täglich von
Mo - Sa geöffnet sein. Der Einrichtungsbedarf von Bevölkerungsschichten mit
sehr geringem Einkommen kann somit durch die Erzeugnisse aus dem MP in
Kombination mit Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen abgedeckt
werden.
Obgleich der Verkauf der Waren zu minimalen Preisen erfolgt, geht der Träger
mit sehr hoher Zielerwartung davon aus, dass der Möbelladen nachhaltig auch
über den Förderzeitraum hinaus wirtschaftlich geführt werden kann.
Die erwartete Ertragssituation dieses Projekts wird zu der Einrichtung von
mindestens 2 geringfügigen Arbeitsverhältnissen führen, die TeilnehmerInnen
aus dem Stadtteil angeboten werden.
Die Teilnehmerakquise erfolgt über konzertierte Werbeaktionen des o.g.
Trägerverbundes im Stadtteil Fischbacherberg in Kooperation mit dem
Stadtteilbüro und den regionalen Akteuren.
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