Dawai (Voran)
Träger: Julia Varcenko

In der vorangegangenen Förderperiode hat ein Projekt „Babuschka“ (Integrationslotse – Gründung einer Frauenselbsthilfegruppe) stattgefunden, in dem insbesondere Multiplikatorinnen gewonnen wurden, die nachhaltig die Integration der Teilnehmerinnen und der Zielgruppe weiter manifestieren sollen. Die daraus entstandene Selbsthilfegruppe ist mittlerweile ein sehr erfolgreicher Selbstläufer geworden und trifft sich regelmäßig.

Aus der damaligen Gruppe wurde im Rahmen der Reflexion der Wunsch geäußert, einige Qualifikationsschwerpunkte weiter zu vertiefen. Die Dolmetscherin aus dem Babuschka-Projekt, Frau Julia Varcenko, hat sich bereiterklärt, weiter mit der Gruppe in eigener Verantwortung zu arbeiten und qualitative Inputs zu geben. Sie wird unterstützt von 2 Multiplikatorinnen aus dem Babuschka-Projekt. Hannes Wiedemann steht als Kooperationspartner außerdem als Supervisor und Berater, sowie Renate Moritz als Beraterin zur Verfügung. Frau Moritz ist ehemalige Projektleiterin "Babuschka" (Integrationslotse).

Inhalte:
  Vertiefung der Deutschen Sprache hinsichtlich Bewerbungsgespräche
  Integration in die Deutsche Kultur
  Förderung des Allgemeinwissens
  Persönliche Unterstützung in allen Angelegenheiten des Alltages (z. B. Hausaufgabenerledigung mit den Kindern, Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der Familie)

Methoden:
  Gemeinsam aktuelle Nachrichten verfolgen und besprechen
  Exkursionen in historische Städte zum Kennenlernen der dt. Kultur und Geschichte)
  Über Etwas recherchieren und das Erworbene der ganzen Gruppe in Form eines Kurzreferats präsentieren
  Einladung einer Abiturklasse aus der Gesamtschule mit dem Ziel der Zusammenführung und des Informationsaustauschs der jüngeren mit der älteren Generation, insbesondere hinsichtlich kultureller Gemeinsamkeiten und Besonderheiten.

Durchführung:
  Regelmäßige Gruppentreffen, etwa 2-3 Std. / Woche. Das Stadtteilbüro Fischbacherberg hat geeignete Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt.
  Zusätzliche individuelle Exkursionen entsprechend der Projektinhalte.

Akquise:
Ehemalige Teilnehmerinnen ("Babuschka") werden an diesem aufbauenden Projekt wieder teilnehmen. Zusätzlich gibt es weitere Personen aus deren familiären und kulturellen Umfeld im Stadtteil Fischbacherberg, die mitmachen und somit als weitere Multiplikatorinnen qualifiziert werden mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit weiter zu festigen. Eine darüber hinausgehende Teilnehmerinnen-Akquise ist nicht erforderlich.

Fazit:
Die meisten Teilnehmerinnen konnten ihre Sprachfähigkeit deutlich verbessern und dadurch ihre Selbstbehauptungsfähigkeit steigern. Nach besonderen Events oder Exkursionen wurden die Erfahrungen in der Gruppe reflektiert. Darauf aufbauend wurden weitere Maßnahmen bzw. Programmschwerpunkte durchgeführt.

Die Selbsthilfegruppe besteht nach wie vor. Mindestens 2 Teilnehmerinnen aus dem "Dawai"-Projekt führen die Gruppe gemeinsam mit der bisherigen Projektleitung weiter. Eine Teilnehmerin hat sich als Küchenaushilfe in einem Seniorenheim in der Region beworben. Eine weitere Teilnehmerin hat sich um eine Ausbildung als Bürokauffrau beim Berufskolleg in Siegen beworben. Leider haben beide Teilnehmerinnen noch keine Rückmeldung erhalten.

Wesentliche Ziele waren eine deutliche Sprachverbesserung zur Erhöhung des Selbstbewusstseins, die Festigung einer Selbsthilfegruppe, Integration in die deutsche Kultur, Motivation zu Qualifizierungsmaßnahmen für die Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt und Förderung des Allgemeinwissens. Diese Ziele wurden vollständig erreicht.

Auf einer Skala von 1-10 würden die Teilnehmerinnen das Projekt mit "9" bewerten. Die Gruppe hat sich sehr gerne getroffen und sich intensiv über die unterschiedlichen Kulturen und die Projektinhalte ausgetauscht. Die Teilnehmerinnen waren mit großer Freude bei de Sache und sind froh, dass es diese Selbsthilfegruppe gibt.



Bild: Die Gruppe hat den Tisch gedeckt, um es sich nach der Zubereitung
 kulturell unterschiedlicher Köstlichkeiten schmecken zu lassen.




Bild: Hannes Wiedemann, Berater (Bildmitte) und Julia Varcenko,
Projektleiterin (rechts) im Gespräch mit einer Teilnehmerin.




Bild: ie Treffen fanden in den Räumlichkeiten des Stadtteilbüros Fischbacherberg statt.
Der Gastgeber, Hermann Schmid, Stadtteilmanager des Stadtteils Fischbacherberg (Bildmitte)
war gern gesehener Gast im Projekt und wurde bei der Zubereitung der länderspezifischen Köstlichkeiten
in der Küche voll eingespannt. Natürlich musste er dabei eine zünftige Küchen-Schürze, Modell „Moskau“ tragen.
Das Formen von Teigtaschen scheint ihm sichtlich Spaß zu machen.




Bild: Die fertigen Teigtaschen vor dem Kochen.




Bild: Hermann Schmid (Stadtteilmanager Fischbacherberg) beim kunstvollen Formen einer Teigtasche.
Sein Blick scheint zu sagen: „Kein Problem, ist genau so wie eine Zigarette drehen.“

Hoffentlich versucht er nicht anschließend, den Klebestreifen anzulecken ...





Bild: Hannes Wiedemann (Bildmitte), ganz „Hahn im Korb“, wird bei einem Spaß-Event kurzerhand
in Frauenkleider gehüllt. Im Bild noch zu sehen Julia Varcenko (links) und Renate Moritz (rechts)
mit Projektteilnehmerinnen.