Jobagentur
Träger: Heimatverein Achenbach e.V.

Mit der Jobagentur soll ein interagierendes Netzwerk als Bindeglied für andere miteinander verknüpfte Mikroprojekte und deren Träger geschaffen werden. Ziel ist, einerseits ein funktionierendes Netzwerk für benachteiligte Jugendliche an der Schwelle zum Berufsleben (Schulabgänger/n, unversorgte Lehrstellenbewerber/n, Schulabbrecher/n, Migrant/n, etc.) zu installieren und andererseits die TN/n in Übungsfirmen in für die Zielgruppe realistische Berufsfelder (Maurer, Fliesenleger, Trockenbau, Hotelfachkräfte mit Wäscherei/Gastronomie, Ga-La-Bau, Tiefbau, Schreiner, Zimmerer, Tischler, Bäcker, Verkauf, etc.) zu vermitteln.

Inhalte:
  Teilnehmer/innen-Aquise für die Übungsfirmen (Bewerberauswahl, reale Vorstellungsgespräche mit den Teilnehmer/n, Profiling und Vermittlung in die Übungsfirmen)
  Zentrale Ansprechpartner für die TN/n, die gleichzeitig in den Übungsfirmen (MP 11102, 11097, 11099, 11100, 11098) qualifiziert werden.
  Unterstützung (Beratung) der Projektleitungen
  Soz.-Päd. Betreuung, Motivationsförderung der TN/n
  Elternarbeit (aufsuchende Arbeit, Fortbildung "Wie kann ich mein Kind unterstützen ...?")
  zentraler Ansprechpartner bei Problemen, Fragen, Anregungen und Kritik für die TN/n und die Projektleitungen
  Erarbeiten von beruflichen und sozialen Perspektiven für die TN/n in Einzel- und Gruppenberatungen
  Koordination und Durchführung von regelmäßigen Reflexionsrunden der verknüpften MP mit den Projektleitungen/ -Trägern, Ausbilder/n
  Betriebsakquise für Praktika und Ausbildungsstellen der TN/n
  Vermittlung von Praktikumsplätzen für die TN/n bei realen Unternehmen sowie Unterstützung beim Eintritt in Ausbildungsverhältnisse.
  Schnittstelle für alle Beteiligten, zentraler Ansprechpartner für die Mikroprojektträger sowie für die zu akquirierenden Unternehmen und die im Sozialraum befindliche Schule, die mit in das Projekt einbezogen wird, Akquise, Motivationsförderung
  Gemeinsame Trainingseinheiten mit allen TN/n in den Übungsfirmen in Abstimmung mit den MP-Leitungen (z.B. Schulung von Schlüsselqualifikationen fürs Berufsleben, die gleichermaßen für alle Berufszweige von Bedeutung sind, gemeinsame erlebnispädagogische Maßnahmen wie z.B. Hüttenwochenende, Hochseilgarten, etc.).

Akquise: Infoveranstaltung in der Hauptschule im Zielgebiet, enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung

Örtlichkeiten:
  Akquise: Schule
  Bewerbungstraining: Fa. mediaService, eigene Räumlichkeiten
  Veranstaltungen, Schulungen: Stadtteilbüro

Fazit:
Neben der erfolgreichen Vermittlung von Teilnehmer/-innen in Praktikums- und Ausbildungsstellen zählt zu den Erfolgen des Projektes vor allem die Entwicklung beruflicher Perspektiven der TN/n, da sehr viele von ihnen zu Beginn der Projektzeit keine Vorstellung von einem Berufswunsch hatten.
Die TN/n konnten wichtige berufliche Basisqualifikationen erwerben. Von diesen beruflichen Basisqualifikationen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in Zukunft profitieren.

Nach anfänglicher Skepsis der TN/n entgegen der Jobagentur wich diese schon nach wenigen Wochen Engagement und Leistungsbereitschaft. Die TN/n haben überwiegend regelmäßig Kontakt zur Jobagentur gesucht, insbesondere um Unterstützung und Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu bekommen oder Probleme mit Anleitern oder Aufgaben aus den Übungsfirmen zu besprechen.









Bilder 1 bis 3: Die Schüler/innen sollen im Rahmen eines speziellen Bewerbungstrainings ein konkretes Vorstellungsgespräch mit wechselnden Teilnehmer/innen führen. Dazu soll jeweils ein(e) Schüler(in) den Ausbilder und ein(e) Schüler(in) den/die Bewerber/in spielen. Die übrige Gruppe beobachtet kritisch und reflektiert im Anschluss mit der Lehrerin die gespielte Szene.




Bild: Die Schüler/innen suchen im Internet nach geeigneten Ausbildungsstellen und schreiben mit Unterstützung der Projektleitung (nicht im Bild) am PC Bewerbungen und Lebensläufe. Anschließend werden die Dokumente in Bewerbungsmappen zusammengestellt.




Bild: Am Ende eines jeden Projekttages reflektierten die Teilnehmer/innen ihre Tätigkeit gemeinsam mit dem sozialpädagogischen Anleiter der „Jobagentur“. Hier konnten sich die Teilnehmer/innen auch kritisch z.B. über ihre Tätigkeit und ihre Zusammenarbeit mit den jeweiligen Anleitern äußern. Regelmäßig wurden im Rahmen dieser Reflexionsrunden vorhandene Ausbildungsstellen, passend zu den jeweiligen Projekten, angeboten. Die Schüler/innen erhielten auch Unterstützung bei ihren Bewerbungen und wurden auf Wunsch auch von dem Projektleiter zu Vorstellungsgesprächen begleitet.




Bild: Der Projektleiter, Patrick Beci (Mitte), war in den Projekten ständig Ansprechpartner für alle Beteiligten. Im Bild begleitet er die Arbeiten zum Backesbau und zur Errichtung des Grubeneingangs auf dem Grundstück des Stadtteilbüros im Dr.-Ernst-Schuppener-Haus.