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Mit dem Ziel,
ein funktionierendes Netzwerk für benachteiligte Jugendliche an der Schwelle
zum Berufsleben zu installieren und die TN/n in Übungsfirmen in für die
Zielgruppe realistische Berufsfelder zu vermitteln, wird in dieser
Förderperiode ein interagierendes Netzwerk als Bindeglied für miteinander
verknüpfte Mikroprojekte und deren Träger geschaffen (Nähere Einzelheiten
siehe Projekt Nr. 11086).
Eine dieser Übungsfirmen ist das Projekt "Übungsfirma: Grube Fortuna",
welches Basisqualifikationen im Handwerksberuf Hoch und Tiefbau
(Fliesenleger, Zimmer, Maurer) vermitteln soll. Darüber hinaus werden auch
Grundkenntnisse im Stollenbau vermittelt.
Schlüsselqualifikationen und Basisunterricht (z.B. Deutsch, Mathe,
Bewerbungstraining, etc.) werden in dem zentralen Projekt "Job-Agentur"
vermittelt.
Inhalte:
Als Motivationsanreiz wird zunächst ein historischer Stolleneingang
gebaut, der zum späteren Zeitpunkt im Zielgebiet an Fischbacherberg
ausgestellt werden soll. Die vorbereiteten Arbeiten und Vermittlung von
Grundkenntnissen erfolgt in geeigneten Räumen des Schützenvereins Achenbach.
Daran schließen sich theoretische und praktische Lerneinheiten im Handwerk
an, die im Bereich der Räumlichkeiten des "net(t)werk" (FöPer. 06/07)
durchgeführt werden. Für die Qualifizierung in Theorie und Praxis stehen ein
erfahrener Handwerksmeister sowie Fachleute aus dem Handwerk zur Verfügung.
Vermittelt werden Kenntnisse von der Herstellung des Bauwesens allgemein bis
zur Fertigstellung des Stolleneingangs.
Darüber hinaus werden die TN/n in reale Praktikumsbetriebe bei
ortsansässigen Unternehmen vermittelt und begleitet mit dem Ziel, dass sich
dort mit Unterstützung der Handwerkskammer ein Ausbildungs- bzw.
Arbeitsverhältnis anschließt.
Ein abschließendes Treffen aller TN/n zur Präsentation in der Öffentlichkeit
soll zum Selbstwertgefühl der TN/n beitragen.
Die TN/innen-Akquise erfolgt über das Bewerbungsverfahren im zentralen
Projekt "Job-Agentur" (MP Nr. 11086). Die TN/n werden in enger und
regelmäßiger Abstimmung mit der "Job-Agentur" nach persönlichen Fähigkeiten
und Wünschen in die einzelnen Übungsfirmen, also auch in das MP
"Übungsfirma: Grube Fortuna" vermittelt und sozialpädagogisch begleitet.
Fazit:
Der Nachbau des Grubeneingangs war aufgrund seiner historischen
Bedeutung im Zielgebiet hochmotivierend für die Teilnehmer. Das Interesse an
den handwerklichen Tätigkeiten war sehr hoch, da die praktischen
Aufgabenstellungen verschiedene Handwerksberufe abdeckten und somit
vielseitig waren. Die Gruppe war sehr konstant. Motivationsfördernd war
auch, dass die TN am Ende ihr Produkt sehen konnten. Der Identifikationsgrad
war und ist sehr hoch.
In der Abschlussevaluation wurde die praktische Auseinandersetzung mit dem
Thema positiv hervorgehoben. Besonders erwähnt wurde die Exkursion zum
Besucherbergwerk "Grube Fortuna" in Wetzlar, von dem auch der Grubenwagen
und weitere "typische" Dekorationen erworben werden konnten. Hierdurch wurde
den Teilnehmern weiteres interessantes Hintergrundwissen zum Bergbau
vermittelt. Auch die gute fachliche und lockere Anleitung wurde gelobt.
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Bild:
Die Teilnehmer bereiten die Baustelle vor und legen den zukünftige „Eingang“
des Grubenportals frei.

Bild:
Ein Schüler schneidet Holz für die Schalung des Portals zurecht.

Bild:
Unter fachlicher Anleitung werden die einzelnen Bauteile miteinander
vernagelt.

Bild:
Für die Bodenplatte des Stollenportals schaufeln die Schüler mit
Unterstützung des Anleiters angelieferten Fertigbeton
vom LKW in die Baugrube.

Bild:
Die Teilnehmer stehen vor dem ersten fertiggestellten Bauabschnitt, dem
hölzernen Torbogen.

Bild:
Während der Anleiter (links) einige Mauerziegel verfugt, sprechen die
Teilnehmer aus Anlass eines Besuches der Lokalen Koordinierungsstelle, Herrn
Roth (rechts im Bild, von hinten) und des pädagogischen Leiters des
Projektes „Jobagentur“, Herrn Beci (ganz rechts) über den bisherigen
Projektverlauf. Die Stimmung ist – wie immer – gut.
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