Übungsfirma: Gestalten mit Metall
Träger: Heimatverein Achenbach e.V.

Mit dem Ziel, ein funktionierendes Netzwerk für benachteiligte Jugendliche an der Schwelle zum Berufsleben zu installieren und die TN/n in Übungsfirmen in für die Zielgruppe realistische Berufsfelder zu vermitteln, wird in dieser Förderperiode ein interagierendes Netzwerk als Bindeglied für miteinander verknüpfte Mikroprojekte und deren Träger geschaffen (siehe Projekt Nr. 11086).

Eine dieser Übungsfirmen ist das Projekt "Gestalten mit Metall", welches Basisqualifikationen in metallverarbeitenden Berufen und im Bereich Zweiradmechaniker vermitteln soll. Schlüsselqualifikationen und Basisunterricht für die jugendlichen TN/n (z.B. Deutsch, Mathe, Bewerbungstraining, etc.) werden in dem zentralen Projekt "Job-Agentur" vermittelt.

Inhalte:
Die TN/n qualifizieren sich in den Handwerksberufen "Metallverarbeitung, Mechaniker, Gestalten mit Metall, etc". Es ist u.a. vorgesehen, eine Metallwerkstatt einzurichten, in der die TN/n unter fachlicher Anleitung an ihren Fahrrädern/Mofas/Mopeds oder sonstigen Geräten (z.B. Rasenmäher, etc.) "schrauben" können und somit Grundkenntnisse in diesen Bereichen erwerben können, die ihnen in verschiedenen Metallberufen zugute kommen. Als Übungsmaterial sollen ein altes Auto und ein altes Moped zur Verfügung gestellt werden.

Unter fachkompetenter Anleitung treffen sich die TN/n zu festgelegten Zeiten in ihrer Werkstatt. Neben der Qualifizierung in verschiedenen metallverarbeitenden Berufen werden auch soziale Kompetenzen (Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Teamfähigkeit, etc.) gefördert.

Darüber hinaus werden die TN/n in reale Praktikumsbetriebe bei ortsansässigen Unternehmen vermittelt mit dem Ziel, dass sich dort mit Unterstützung der Handwerkskammer ein Ausbildungs- bzw. Arbeitsverhältnis anschließt.

Die TN/innen-Akquise erfolgt über das zentrale Projekt "Job-Agentur" (MP Nr. 11086). Die TN/n werden in enger und regelmäßiger Abstimmung mit der "Job-Agentur" nach persönlichen Fähigkeiten und Wünschen in die einzelnen Übungsfirmen, also auch in das MP "Gestalten mit Metall" vermittelt und sozialpädagogisch begleitet.

Fazit Im Rahmen der Teilnehmerakquise konnten leider nur 3 Teilnehmer (Schüler) gewonnen werden. Das begründet sich im wesentlichen darin, dass das Projekt erst spät startete, weil es ein "Nachrückerprojekt" der Warteliste war. Mehr Teilnehmer/innen standen so kurzfristig nicht mehr zur Verfügung. Es war wider Erwarten auch nicht gelungen, weibliche Teilnehmer für das Projekt zu interessieren. Ein Großteil der weiblichen Schulabgänger war im Alia-Projekt "Wir machen Theater um Ausbildung" untergebracht.

Auch wenn das Projekt ursprünglich mit 8 Teilnehmer/innen geplant war und letztlich nur mit 3 Teilnehmern durchgeführt wurde, konnten zahlenmäßig die Erfolgsindikatoren voll erfüllt werden. Die Teilnehmer haben sich mit ihrem Projekt identifiziert und mit der Abschlussarbeit, dem Schwenkgrill, eine große Anerkennung ihrer Arbeit und ihrer Fähigkeiten erfahren. Die Kooperation mit dem Partner Diakonie war sehr positiv.

Aus Sicht der Teilnehmer war auch hier wichtig, dass man ein praktisches Ergebnis sehen kann. Dies wurde realisiert, indem der gebaute Schwenkgrill die Früchte ihrer Arbeit widerspiegelte. Alle Teilnehmer haben deutliche persönliche berufliche Perspektiven entwickelt, was auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass der überwiegende Teil eine Ausbildungsstelle bekommen hat. Das Projekt war auch deshalb gut angelegt, weil im metallverarbeitenden Gewerbe in der Region eher leichter Ausbildungsstellen zu bekommen sind.