Schüler gestalten ihre Schule
Träger: Städtische Ganztagshauptschule (GTHS) Achenbach

Im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens zur Gestaltung ihrer Schule werden von den teilnehmenden Schüler/innen aus den Klassen 6–8 der Hauptschule Achenbach unter fachkundiger Anleitung eines Malermeisters großformatige Bilder hergestellt, die die Schüler/innen, vor deren Klassenräumen diese Tafeln angebracht werden sollen, eigenständig gestalten. In diese Darstellungen sollen auch die Themen "Aufwachsen ohne Gewalt" und "Erhaltung der Umwelt als unseren Lebensraum" eingearbeitet werden.

Zunächst werden die Trägertafeln (geeignete Holztafeln, z.B. Spanplatten) im Rahmen eines besonderen, zielgerichteten Projektunterrichts, von den Schüler/innen erstellt. Die Tafeln werden maßgerecht zugeschnitten, mit einem geeigneten Grundanstrich / Hintergrund versehen und mit entsprechenden Halterungen an die Wände angebracht. Somit entstehen "Übungswände", die anschließend individuell unter bestimmten Vorgaben malerisch gestaltet werden können. Dabei lernen die Schüler/innen (wenn auch sehr niederschwellig) auch den Umgang mit Handwerkszeug und Rohmaterialien.

Gemeinsam werden die Teilnehmer/innen anschließend aus geeigneten Farbmaterialien den Ausschnitt einer Wohnung mit Wänden, Fenster, einer Tür, Teile einer Decke und einem Fußboden planen und erstellen. Die entstanden Übungswände werden danach für den dauerhaften Einsatz aufbereitet.


Das Projekt soll folgende inhaltlichen Schwerpunkte haben:
  Förderung von Kreativität
  Erkennen von Begabungen
  Arbeiten im Team, Teamwork
  Einblick in Handlungsabläufe von der Idee zum fertigen Bild (Idee für Inhalte des Gemäldes, Schaffung von technischen Voraussetzungen, Erstellen einer Materialliste, Gestalten mit Farben und Pinseln).

Daneben werden den Teilnehmern/innen auch Grundfertigkeiten des Malerhandwerks vermittelt.

Die Projektzeiten werden im Rahmen von regelmäßigen "Unterrichtsstunden" in geeigneter Weise in den Stundenplan der betreffenden Schüler/innen als Sonderunterricht eingearbeitet und von externen Projektanleitern durchgeführt. Die Projektleitung – ein lokaler Malermeister – wird bedarfsweise von einer zusätzlichen Kraft unterstützt.

Fazit

Aufgrund der oben dargestellten Zielerreichung wird das Projekt sehr positiv in der Abschlussevaluation beurteilt. Insbesondere die erreichte Nachhaltigkeit (Ubungsstation-Schulgestaltung-Ausbildungsplatz-Kompetenzerkenntnisse der Schülerinnen und Schüler) ist zentrales Ziel der schulischen Arbeit an der HSA. Das Projekt wird auch zukünftig Bestandteil der Arbeit in der Schule sein. Es wäre wünschenswert, wenn vergleichbare Projekte durch weitere Fördermittel angestoßen werden könnten.

Die Teilnehmer haben das Projekt im Rahmen einer Abschlussevaluation als sehr gut bewertet. Hierbei haben sie besonders den hohen Praxisbezug und die handlungsorientierte Gestaltung des Projekts hervorgehoben. Auch die pädagogische Leitung und dessen Fachkompetenz sowie dessen Bestreben, Ausbildungsplätze zu eruieren, haben die Teilnehmer besonders genannt. Die Konstanz der Teilnehmerzahl spiegelt das Ergebnis der Abschlussbeurteilung wieder.