Qualifizierung im Bereich Garten- und Landschaftsbau im Quartier
Diakonie Netzwerkarbeit gGmbH


Projektinhalte:
In Kooperation mit Institutionen im Stadtteil sollen im Rahmen eines beruflichen Qualifizierungsprojektes im Bereich Garten- und Landschaftsbau mit den Teilnehmenden bestehende Grün- und Erholungsflächen saniert und aufgewertet werden. Die Teilnehmenden werden angeleitet durch Herrn Wolfgang Sportelli. Herr Sportelli ist seit ca. 10 Jahren als Anleiter u.a. im Garten- und Landschaftsbau tätig.

Kooperationspartner sind:
  Kinder-, Jugend- und Familienhilfezentrum: Teilnehmerauswahl, zur Verfügungstellung von Flächen
  Stadtteilbüro Fischbacherberg: Teilnehmerauswahl, Begleitung und fachliche Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltungen
  Verein für soziale Arbeit und Kultur e.V.: Beratung von Teilnehmern mit Migrationshintergrund
  Regionale Akteure des Fischbacherberges (Bürgerverein, Jugendzentrum, Kirchengemeinde, politisch aktive Personen und andere): Teilnehmerakquise

Das Projekt richtet sich sowohl an Schüler/innen und Jugendliche unter 25 Jahren als auch an Erwachsene, unter besonderer Berücksichtigung von Migrant/innen aus dem Fördergebiet. Die Teilnehmer/innen werden in enger Abstimmung mit den Kooperationspartnern über Interessentenlisten bzw. persönliche Ansprache akquiriert. Der Mikroprojektträger verfügt zudem über Kontakte zu potenziellen Teilnehmer/innen aus vorhergehenden Maßnahmen.

Die geplanten Arbeiten und Tätigkeiten im Garten - und Landschaftsbauprojekt bieten die Möglichkeit, manuelle und handwerkliche Fähigkeiten zu schulen. Dabei werden nachhaltig zu nutzende Produkte hergestellt und ein Nutzen für den Stadtteil erzeugt. Konkret geplant ist die Herrichtung einer Spiel- und Grillecke am Kinder-, Jugend- und Familienhilfezentrum. Darüber hinaus sollen an der Hammerhütter Grundschule ein Barfußpfad, ein Kräuterbeet und eine Außensitzgruppe aus Holz angelegt werden. Weitere kleinere Arbeiten auf den genannten oder anderen Flächen sind je nach Verlauf
möglich. Ein dezidierter Qualifizierungsplan für die Teilnehmer/innen wird nach der Teilnehmerakquise erstellt.

Neben den fachlichen Qualifizierungsinhalten gehört ein Intensivbewerbungstraining dazu, welches in Räumlichkeiten des Trägers durchgeführt wird. Der vorgeschlagene Qualifizierungsbereich soll für Frauen und Männer beiderseitig geöffnet werden. Die alternative und produktorientierte Art und Weise des Lernens ist unkonventionell und nicht geschlechtsspezifisch geprägt.

Fazit:
Die Qualifizierung (Erprobung handwerklicher und manueller Fähigkeiten, Bewerbungstraining) und damit die Verbesserung der beruflichen Integration von Menschen aus dem Stadtteil wurde erreicht. Die Hälfte der Teilnehmer hat eine konkrete Anschlussperspektive. Allerdings nahmen weniger Teilnehmer als geplant, insbesondere keine Frauen, teil, da trotz intensiver Akquise – auch weiblicher Personen –keine geeigneten Personen gefunden werden konnten. Die geplanten Arbeiten (Grün- und Erholungsanlagen an den öffentlichen Gebäuden, z.B. Schule, KiJuFaz) konnten alle erfolgreich beendet werden.

Trotz intensiver persönlicher Ansprache von Multiplikatoren, Einrichtungen und Bürger/innen konnten zwei Projektplätze nicht belegt werden. Dies kann mit der etwas entspannten Arbeitsmarktsituation aber auch mit dem späten Beginn des Projektes zusammenhängen, da im Frühjahr bereits andere Maßnahmen angelaufen sind.

Aus den Reihen der Teilnehmer kommen ausschließlich positive Rückmeldungen. Die Teilnehmer haben sich über Maßen eingebracht und sich mit der Arbeit identifiziert (Bau für Ihre Kinder). Es gab ein sehr gutes Miteinander trotz des Altersunterschieds und unterschiedlichsten kulturellen Hindergründen. Alle Teilnehmer waren um eine berufliche Perspektive bemüht.

(Bilder zu diesem Projekt auf der nächsten Seite) ...




Bild: Die Teilnehmer entladen einen Anhänger und mischen in einer Schubkarre Beton an,
der die Einfassung eines neuen Gehweges bei dem
Kinder- Jugend- und Familienhilfezentrum Fischbacherberg stabilisiert.





Bild: Zwei Teilnehmer bereiten in der Holzwerkstatt des Trägers eine Holzsitzgruppe
(Bänke und Tisch) vor, die später auf dem Schulhof einer Grundschule im Zielgebiet errichtet werden soll.




Bild: So sieht die fertige Sitzgruppe aus.




Bild: Auf dem Gelände eines Kindergartens im Zielgebiet entsteht durch die
Projektteilnehmer unter anderem ein Balancierbalken für Kindergartenkinder.





Bild: Die Teilnehmer errichten einen Barfußpfad neben dem
Balancierbalken auf dem Gelände des Kindergartens